Zusätzliche Informationen für Systemadministratoren

Die Informationen dieses Kapitels richten sich an Systemadministratoren, die Netzwerke für Anwender einrichten und in diesen Netzwerken LingCheck zur Verfügung stellen wollen.

Die Informationen des Kapitels werden nicht benötigt, wenn man sich ausschließlich mit den Funktionen und Möglichkeiten des Programms vertraut machen will und keinen Status als Systemadministrator besitzt.

Systeminstallation

Für die Installation von LingCheck müssen Administratorrechte zur Verfügung stehen.

LingCheck benötigt für seine Funktion bestimmte Zusatzkomponenten, die vorab zu installieren sind. Die Auswahl der Software richtet sich danach, welches Betriebssystem für LingCheck benutzt werden soll, bzw. in welches Textverarbeitungsprogramm LingCheck integriert werden soll.

Benötigten Komponenten:

Bei einer normalen Installation versucht das Installationsprogramm von LingCheck zuerst, die für das aktuelle System benötigten Zusatzkomponenten zu installieren. Danach wird die Installationsdatei für LingCheck, LingCheck_1_0_0_0.msi aufgerufen.

Soll eine angepasste Installation vorgenommen werden, müssen die notwendigen Zusatzkomponenten einzeln installiert werden. Sie befinden sich im Verzeichnis SupportFiles der Installations-CD.

Unbeaufsichtigte Installation

LingCheck kann unbeaufsichtigt installiert werden, so dass Eingaben des Benutzers nicht notwendig sind. In diesem Fall müssen jedoch die für die unterschiedlichen Installationskomponenten benötigten Parameter im Voraus angeben werden. Das unten angegebene Beispiel kann beispielsweise in eine Stapeldatei integriert werden. (Befinden sich die Zusatzkomponenten nicht im selben Verzeichnis wie die Stapeldatei, muss für jede Komponente der vollständige Pfad angegeben werden):

    dotnetfx.exe /q:a /c:"install /qb"

    msiexec /i extensibilityMSM.msi /quiet

    msiexec /i lockbackRegKey.msi ALLUSERS=1 /quiet

    office2003-kb907417sfxcab-ENU.exe /quiet

    jre-6u10-windows-i586-p-s.exe /s

    msiexec /i LingCheck_1_0_0_0.msi /quiet USERNAME="Max Mustermann" COMPANYNAME="Firma GmbH" LICENSECOUNT="1" PIDKEY="XXXX-XXXX-XXXX-XXXX"

Bitte beachten! Es müssen nicht alle Zusatzkomponenten auf jedem System installiert werden (siehe oben). Für Windows Vista gilt, dass eine unbeaufsichtigte Installation nur mit «echten» Administrator-Privilegien durchgeführt werden kann: Für die Installation in das interne Administratorkonto einloggen.

Einstellungsdateien

LingCheck speichert seine Einstellungen in unterschiedlichen xml- und Textdateien.

Die Einstellungen sind in zwei Kategorien eingeteilt: Systemeinstellungen und Benutzereinstellungen.

Sämtliche Benutzer müssen Leserechte für die Systemeinstellungenn, sowie Lese- und Schreibrechte für die Benutzereinstellungen besitzen.
Zusätzlich müssen alle Benutzer Lese- und Schreibrechte für den Registry-Schlüssel HKEY_CURRENT_USER besitzen. Dieser Schlüssel wird verwendet, um dem Textverarbeitungsprogramm anzuzeigen, ob LingCheck zu einem gegebenen Zeitpunkt aktiv ist.

Systemeinstellungen

Unter Systemeinstellungen fällt u.a. die Anordnung von Lizenzangaben sowie Dateien mit Wortlisten und Sprachregeln.

Die Datei mit den Systemeinstellungen heißt einstellungen.xml, und befindet sich im «Appdata»-Verzeichnis im Profil «all users». (Bei Windows XP normalerweise c:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\LingCheck, bei Windows Vista normalerweise c:\ProgramData\LingCheck.)

Die Datei mit den Systemeinstellungen braucht für den Normalbenutzer nicht schreibzugänglich sein. Sie muss jedoch für alle LingCheck-Benutzer lesbar sein. Sie wird während der Installation generiert und kann bei Bedarf unter Anwendung vom Kommandozeilenparameter -s regeneriert werden.

Die Systemeinstellungsdatei ist eine xml-Datei mit folgenden obligatorischen Elementen:

Zusätzlich zu den (oben genannten) obligatorischen Werten kann ein oder können mehrere der folgenden Werte angegeben werden:

Die angegebenen Ressource-Dateien müssen für alle Anwender schreibzugänglich sein. Soll eine der genannten Dateien verschoben werden, muss die entsprechende Systemeinstellung ebenfalls geändert werden. Umgebungsvariable können verwendet werden, beispielsweise:

    <Benutzereinstellungendatei>%HOMEPATH%\Benutzereinstellungen.xml</Benutzereinstellungendatei>

Enthält die Systemeinstellungsdatei deutsche Zeichen (beispielsweise in den Feldern des Lizenzschlüssels) muss die Datei im Format UTF-8 gespeichert werden.

Benutzereinstellungen

Die Benutzereinstellungen werden von LingCheck in vier verschiedenen Dateien gespeichert. Per Default befinden sich diese im «Appdata»-Verzeichnis im Profil des Benutzers. Bei Windows XP ist dies normalerweise c:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername\Anwendungsdaten\LingCheck, bei Windows Vista normalerweise c:\Benutzer\Benutzername\AppData\Roaming\LingCheck.
Bei diesen Verzeichnissen handelt es sich meist um so genannte versteckte Dateien. Windows muss folglich darauf eingestellt werden, versteckte Dateien und Ordner anzuzeigen.

Der Benutzer muss für die Benutzereinstellungsdateien Lese- und Schreibzugang besitzen. Wird bei einer Veränderung einer Einstellung die entsprechende Einstellungsdatei nicht von LingCheck gefunden, versucht das Programm die Datei zu erstellen.

benutzerwoerter.txt

Die Datei enthält vom Benutzer definierte Benutzerwörter. Die Datei ist im Textformat und kann in einem normalen Texteditor redigiert werden.

benutzerregeln.xml

Die Datei enthält die vom Benutzer definierten Benutzerregeln. Die Datei ist im xml-format.

benutzereinstellungen.xml

Die xml-Datei enthält die meisten Einstellungen für die Funktionen des Programms. Die Datei enthält folgende Elemente:

Mehrere Benutzer des Systems (Multi-User)

Benutzereinstellungen

LingCheck speichert seine Benutzereinstellungen im Verzeichnis «Appdata» im Profil des Benutzers. Jeder Benutzer von LingCheck muss folglich das Programm auf seinem Benutzerkonto aktivieren, damit LingCheck mit dem Textverarbeitungsprogramm startet.

Müssen mehrere Benutzer denselben Benutzernamen verwenden, können die Kommandozeilenparameter -bi und -bx für Im- und Export der jeweiligen Benutzereinstellungen verwendet werden.

Installation auf Terminalserver

LingCheck wurde auf Windows Server mit aktivierten Terminal Services getestet. Für LingCheck (wie für andere Produkte auch) gelten für die Installation neuer Software folgende grundsätzliche Regeln:

Audio-Support

Das RDP-Protokoll von Windows 2000 Server unterstützt keine Audio-Überführung im Netzwerk. Deshalb kann die Sprachsynthese auf dieser Plattform nicht ohne eine zusätzliche Installation (Citrix Presentation Server o.ä.) benutzt werden. Das RDP-Protokoll von Windows Server 2003 ist jedoch dahingehend erweitert, dass der Klient Audio-Information über das Netzwerk empfangen kann.

Sprachsynthese

Beim Aufrufen der Sprachsynthese mit der Schaltfläche Aussprache starten in der Textverarbeitung entspricht das Markieren des vorgelesenen Textes nicht der eigentlichen Lesegeschwindigkeit. Die Audio-Information wird über das Netzwerk an den Klienten gesendet. Deswegen geht die Sprachsynthese davon aus, dass die Worte bereits vorgelesen wurden. Die Funktion für die Markierung des vorgelesenen Textes kann durch Angabe des Wertes true für das Parameter KeineVorlesensauswahl in der Systemeinstellugsdatei abgeschaltet werden.

Kommandozeilenparameter

LingCheck kann von der Eingabeaufforderung mit einem oder mehreren Parametern aufgerufen werden. Dadurch kann das Programm eine oder mehrere besondere Aufgaben ausführen, wonach das Programm wieder beendet wird. Ein Beispiel ist der Kommando

  LingCheck.exe -bi c:\benutzereinstellungen.zip

womit Benutzereinstellungen aus dem ZIP-Archiv «c:\benutzereinstellungen.zip» von LingCheck importiert wird.

Bitte bemerken! Wurde LingCheck bereits aufgerufen, kann eine andere Instanz nicht gestartet werden. Dies gilt ebenso für die Kommandozeile.

Die zugelassenen Parameter sind:

Alle Parameter erfordern Administratorrechte (ausgenommen -l, -bi und -bx).